Von den grünen Wiesen und der üppigen Kulturlandschaft im Tal Bøverdalen lassen sich die mächtigen Berge in der Ferne erahnen, und langsam steigt die Straße aus dem Tal empor. Es geht immer weiter nach oben bis zum höchsten Punkt auf 1434 m ü.d.M., dem höchsten Gebirgspass Nordeuropas. Die Straße beginnt in Lom, und noch vor Verlassen des kleinen Ortes werden die Erwartungen immer größer. Nicht alle Landschaftsrouten verfügen über einen solchen natürlich geschaffenen dramaturgischen Aufbau mit so vielen überwältigenden Eindrücken. Entlang der Straße gibt es mehrere Aussichtspunkte, die geradezu darauf warten, dass die Reisenden eine Pause einlegen und die Natur in sich aufnehmen. Auf dem Rastplatz Mefjellet befindet sich die Steinskulptur von Knut Wold, durch die man die Gebirgslandschaft mit anderen Augen sieht. Auf der Straße zum Sognefjord zeigt sich die Bergwelt von ihrer wildesten Seite. Kaum ragt das Hurrungane-Gebirge hoch in den Himmel, sind die Berge plötzlich verschwunden, und eine vollkommen neue Landschaft tritt zutage. Bis nach Gaupne, dem Endpunkt der Landschaftsroute, verläuft die Straße direkt am wunderschönen Sognefjord entlang, dessen klares Wasser seine Farbe, je nach Licht und Wetter, von grün nach blau ändert. Was sollten Sie tun, wenn Sie am Ende der Landschaftsroute angekommen sind? Gönnen Sie sich eine Pause und lassen Sie die Eindrücke auf sich wirken. Einige Touristen kehren wieder um und fahren die gleiche Strecke zurück. Sie sind erstaunt, wie neu ihnen alles erscheint, obwohl sich nichts verändert hat. Und doch könnte man meinen, man hätte die Natur noch nie gesehen.

Geschichte

Die Straße über das Sognefjell war eine wichtige Verkehrsader, die die Küste mit dem Binnenland verband. Sie diente als Handelsweg für Salz und Fisch in östliche Richtung sowie für Butter, Teer und Felle in westliche Richtung. Zu früheren Zeiten war eine Fahrt über das Gebirge mit Gefahren verbunden. In den Bergen hielten sich Landstreicher auf, die Reisende und Handelsleute überfielen und ausraubten.

Die Naturkräfte können hier so stark sein, dass es für die Menschen schwierig wird, sie zu bezwingen. Die Winter sind sehr streng und mit so großen Schneemengen verbunden, dass die Straße gesperrt werden muss. Fahren Sie im Frühjahr auf der Straße direkt nach deren Öffnung, sind die bis zu zehn Meter hohen Schneewände ein deutlicher Beweis für das Kräfteverhältnis in den Bergen während der Wintermonate. Die Natur bestimmt und erinnert uns daran, dass wir uns nach ihr richten müssen.

Erlebnisse

Die Stabkirche in Lom ist absolut einen Besuch wert und könnte als gelungener Ausgangspunkt oder Endpunkt der Reise dienen. Lom hat sich außerdem zu einer Art kulinarischem Knotenpunkt in Norwegen entwickelt. Auf dem Speiseplan stehen hier viele Köstlichkeiten aus der Region. Jotunheimen bietet ein vielfältiges Angebot an Wandermöglichkeiten. Fast überall, wo Sie anhalten, finden Sie für jeden die richtige Alternative – unabhängig von Ihren Fähigkeiten und Ambitionen.

Die Norwegische Landschaftsroute Sognefjellet verläuft zwischen Lom und Gaupne und hat eine Länge von 108 km (Straße 55).

Wintermeldung: Strecke ist jetzt geöfnett. Die Straße über das Gebirge zwischen Liasanden und Turtagrø ist für gewöhnlich ab November gesperrt und wird im Mai wieder für den Verkehr freigegeben. Rote Fahnen auf der Karte zeigen, wo sich auf der Strecke die Wintersperren befinden.

Unten im Menü finden Sie einige nützliche Links. Für weitere Touristeninformationen wenden Sie sich bitte an die örtlichen oder regionalen Fremdenverkehrsämter.

Öffnung und Sperrung von Landschaftsrouten, die im Winter immer gesperrt sind und Statistiken >>

Verkehr und Straßeninformationen - Telefon +47 815 48 991.
Verkehrsdurchsagen in karte >>

GPS: Lom 61.831129, 8.554187 -
Gaupne 61.395127, 7.303172