Trollstigen

Die größte Aussichtsplattform ist atemberaubend in die Landschaft integriert und ragt über eine Kante mit einem senkrechten Fall von ca. 200 Metern hinaus.

Architekt:
Reiulf Ramstad Arkitekter AS
Afgerond
2012
Trollstigen.
Trollstigen. Foto: Jarle Wæhler, Statens vegvesen

Um eine Sehenswürdigkeit zu bauen, die begeistert und beständig ist, war es wichtig, Rücksicht auf das raue Klima und die Stimmung dieser einzigartigen Naturlandschaft zu nehmen. Als Grundmaterial für die Anlage wurden deshalb Stahl und Beton verwendet. Aufgrund unterschiedlicher Arten der Oberflächenbearbeitung von vulkanisch grob bis seidenweich wirkt der Beton schön und lebendig.

Das Hauptgebäude besteht aus zwei ineinandergefalteten Hauskörpern. Im Gebäude befinden sich u.a. ein Café und eine Information. Von hier kann man die landschaftlich reizvolle Umgebung und das fließende Wasser auf sich wirken lassen. Alle Richtungen innerhalb der Landschaft und alle nahe gelegenen Berggipfel haben zur komplexen Geometrie des Gebäudes beigetragen. Das andere Gebäude hat die Form eines Walls und dient bei hohem Wasserstand als schützende Barriere für den Fluss Istra. Im Inneren des Walls befinden sich Toiletten, ein Kiosk sowie ein Souvenirladen.

Die Gehwege und Treppen zu den Aussichtspunkten haben einen gleichmäßigen, guten Rhythmus und laden zu Wanderungen und Erlebnissen in der überwältigen Landschaft ein.

Die größte Aussichtsplattform ist atemberaubend in die Landschaft integriert und ragt über eine Kante mit einem senkrechten Fall von ca. 200 Metern hinaus. Die Plattform hat verschiedene Aussichtspunkte sowohl für waghalsige als auch für vorsichtige Besucher.

Wichtigstes Element bei der architektonischen Gestaltung des Ortes war das Wasser. Das Wehr trägt zur Regelung des Abflusses bei. Ein Großteil der nordischen und speziell der norwegischen Kultur basiert auf der Verbindung zum Wasser. Am Trollstigen kann man das Wasser als Schnee auf den Bergen oder als Spiegel auf sich wirken lassen – ob fließend, kontrolliert fallend oder atemberaubend wie ein Wasserfall.

Für Trollstigen

Selvika

Die gesamte Konstruktion ist in hellgrauem Beton gegossen, der mit der umliegenden Landschaft gut harmoniert.

Architekt:
Reiulf Ramstad Arkitekter AS
Afgerond
2013
Selvika.
Selvika. Foto: Frid-Jorunn Stabell, Statens vegvesen.

Der Rastplatz in Selvika befindet sich auf der Strecke zwischen Kokelv und Havøysund. Das Gebiet liegt geschützt und ist für die Bevölkerung aus Havøysund an warmen Sommertagen ein beliebter Ausflugsort. Der sich schlängelnde Weg führt von der Straße zum Strand und lädt die Reisenden dazu ein, Selvika mit seiner einzigartigen Landschaft aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Die Wanderung auf dem angelegten Weg endet an einem Sammelpunkt mit Feuerplatz, Tischen und Bänken. Wichtige Voraussetzung für den Rastplatz war, dass dieser auch mit dem Rollstuhl leicht zugänglich ist. Anstelle einer Doppellösung mit Rampe und Treppe entschied sich der Architekt für einen gemeinsamen Gehweg, der dem Projekt einen ganzheitlichen Charakter gibt.

Aus der Entfernung wirkt der Rastplatz wie eine Skulptur aus Beton mit Bezug auf die umgebenden Formationen.

Für Selvika