Atelier Oslo AS
Sjonfjellet
Sjonfjellet befindet sich an der Landstraße Fv 17 in Nordland.
- Architekt:
- Atelier Oslo AS
- Abgeschlossen:
- 2026
Hier eröffnet sich die Landschaft mit Blick auf das Meer, und die Insel Lovund steigt als markanter Berg am Horizont empor. Zusammen mit dem vermeintlichen Ende vom Meer bildet sie ein Panorama, das die Reisenden zum Anlass nehmen, hier anzuhalten.
Die Natur ist karg und rau, mit nackten Felsen, Heidekraut und niedriger Vegetation in rostbraunen und graugrünen Tönen. Vor allem das Einfache und Kahle gibt diesem Ort seine Stärke: Hier sind das Licht, das Wetter und der weite Horizont die Protagonisten. Die größte Herausforderung ist das steile und offene Gelände, da die Anlage sicher sein, dem rauen Klima standhalten und zugleich die Natur weitestgehend unberührt lassen muss.
Ziel war es, einen sicheren Rastplatz zu schaffen, der für alle zugänglich sein sollte und ein schönes Erlebnis von der Landschaft vermitteln sollte. Es wurde ein Parkplatz für Pkw, Wohnmobile, Menschen mit Behinderung und Busse geschaffen. Vom Parkplatz führen Wege und Pfade weiter zur Toilette, dem Aussichtspunkt und zum Wasser gewandten Bänken mit Tischen.
Die gesamte Anlage ist zur Aussicht gewandt. Der Parkplatz ist so gedreht, dass die Blicke sofort auf das Meer und Lovund fallen, wenn man sein Fahrzeug verlässt. Die Toilette ist ein kleines, rundes, eher unscheinbares Gebäude mit einer Verkleidung aus Messingstäben und Glas. Durch mattes Glas hinter den Stäben ähnelt das Gebäude bei wenig Licht einer Laterne. Das Messing wird im Laufe der Zeit eine warme, braune Farbe bekommen, die mit den Farben von Heidekraut und Bergen gut harmoniert.
Von der Toilette führt ein Weg hinunter zum Aussichtspunkt, auf dem man über Stufen zum Meer gelangt und der das Gefühl vermittelt, zum Horizont gezogen zu werden. Das Geländer aus Messing folgt den gleichen weichen Kurven. Bei der Auswahl der Materialien wurde darauf geachtet, dass diese dem Küstenklima standhalten. Die Vegetation vor Ort wurde so zurückgeführt, dass die Anlage natürlich in die Landschaft gleitet.